Aktuell

21. April 2017 | Elimination Mikroverunreinigung (EMV)

Mikroverunreinigungen wie Medikamente, Hormone, Biozide etc. werden in den zentralen Abwasserreinigungsanlagen (ARA) nicht oder nur teilweise entfernt und gelangen mit dem gereinigten Abwasser in die Gewässer. Sowohl die ARA St.Gallen-Hofen als auch die ARA Steinach-Morgental müssen gemäss der neuen Gewässerschutzgesetzgebung in Zukunft eine dementsprechende, zusätzliche Reinigungsstufe bauen. Aufgrund der bereits gebauten Druckleitung kann eine gemeinsame Anlage erstellt werden, die kostengünstiger und effizienter betrieben werden kann als zwei separate Eliminationsstufen.

Factsheet EMV (PDF)

Elimination Mikroverunreinigung (EMV)

Durch den steigenden Anteil dezentraler Energieerzeuger sind die Stromnetze in einem permanenten Ungleichgewicht. Die Übertragungsnetzbetreiber sorgen durch den Einsatz von Regelenergie für den notwendigen Ausgleich. Wer Energieverbrauch bzw. Energieerzeugung steuern kann, ist in der Lage, Ausgleichsleistungen bei Netzschwankungen zu erbringen und so zusätzliche Einnahmen zu erzielen.

In ihrer Funktion als Systemdienstleistungsanbieterin betreibt Alpiq nun einen Pool zur Vorhaltung und Erbringung von solcher Regelenergie im Bereich der Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung. Nebst Kraftwerken der Alpiq können ebenfalls steuerbare Verbrauchseinheiten von Endkunden oder regelbare dezentrale Erzeuger am Pool teilnehmen und auf diese Weise indirekt am Markt für Regelleistung partizipieren.

Unter der Trägerschaft von InfraWatt ist die ARA Morgental vom Bundesamt für Energie (BFE) für ein Pilot- und Demonstrationsprojekt unter dem Titel "Regelpooling mit Infrastrukturanlagen" ausgewählt worden. Nach ersten Untersuchungen konnte aufgezeigt werden, dass für die ARA Morgental die sogenannte Sekundär-Regelleistung (SRL) zielführend ist.

Der Markteintritt des Pools ist für Frühjahr 2017 vorgesehen.

Die Sonderbauwerke erfüllen im Abwassernetz äusserst wichtige Aufgaben. Pumpwerke und Schneckenpumpen-Hebewerke, wie sie vor allem in flachen Gebieten vorkommen, im Fall des AVM in den Abwasserkanälen entlang des Bodensees, ermöglichen überhaupt erst, dass das Abwasser zur ARA gelangt. Die Funktion dieser Anlagen ist rund um die Uhr zu gewährleisten, da sonst Kellerräume überflutet würden. Regenbecken sorgen dafür, dass bei Regenwetter ein beträchtlicher Teil des Mischabwasser, welches nicht auf der ARA behandelt werden kann und darum über Entlastungsbauwerke (Regenüberläufe) in Richtung der Gewässer abgegeben werden muss, zurückgehalten und später der Reinigung zugeführt wird.

Um diese Aufgaben zu gewährleisten, sind regelmässige Wartung, Unterhalt und Erneuerung der Sonderbauwerke, welche Tag für Tag den aggressiven Einflüssen des Abwassers ausgesetzt sind, entscheidend. Die Sonderbauwerke des AVM sind vorwiegend Anfang der siebziger Jahre erstellt worden. Um die Jahrtausendwende sind viele Anlagen saniert und einige, in erster Linie Regenbecken, teilweise neu gebaut worden.

Die Sanierung der Sonderbauwerke 2015-18 umfasst 7 Hebewerke, 11 Regenbecken, 3 grosse und 3 kleinere Pumpwerke. Der Haupt-Sanierungsbedarf liegt dabei schwergewichtig bei den Hebewerken und den 3 grossen Pumpwerken.